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Kulturverein Röhrnbach e. V.

 Der Heimatkundliche Arbeitskreis des Kulturvereins Röhrnbach - Kulturverein Röhrnbach e. V.

Die Geschichte der 'Hirtenhäuser'

2002 wurde von Mitgliedern des Kulturvereins Röhrnbach ein heimatkundlicher Arbeitskreis gebildet. Seine besonderen Anliegen sind es, Berührungspunkte mit dem typischen Brauchtum des Marktbereiches aufzugreifen und die Ortsgeschichte an die Bürger der Marktgemeinde, vor allem den Kindern und Jugendlichen weiter zu geben. Dies geschieht in Projekten (z. B. Fotoausstellungen), Modellen (Marktbild früher und heute) und Veröffentlichungen im Gemeindeblatt.

Der Heimatkundliche Arbeitskreis des Kulturvereins Röhrnbach hat sich 2004 unter anderem als Arbeitsprojekt die Erkundung/Erforschung der Geschichte der 'Hirtenhäuser' in den Ortschaften der Gemeinde Röhrnbach vorgenommen.

 

Hirtenhaeusl

Hirtenhäusl in Steinerleinbach um 1930

Die Urbarien und Kataster aus der Zeit um 1800 weisen für folgende Ortschaften im damaligen Amt Röhrnbach, das mit der heutigen Gemeinde nicht mehr deckungsgleich ist, Hirtenhäuser aus:

Aigenstadl*, Alzesberg, Auggenthal, Außernbrünst, Empertsreut*, Garham, Goggersreut, Großwiesen, Harsdorf, Kleinwiesen, Köppenreut*, Kollberg, Kumreut, Lanzesberg, Marchetsreut*, Nebling, Neureut*, Niederpretz*, Oberndorf, Prombach*, Reisersberg, Röhrnbach, Steinerleinbach, Ulrichsreut, Voggenberg, Wilhelmsreut (* = gehört heute nicht mehr zum Gemeindegebiet Röhrnbach).

Die Hirtenhäuser befanden sich um 1800 noch ausnahmslos im gemeinsamen Besitz der Bauern des Dorfes. In den 60er und 70er Jahren des 20sten Jahrhunderts sind sie fast alle aus den Dörfern verschwunden, der gemeinsame Dorfbesitz in private Hände gekommen.

Deshalb ist es höchste Zeit, die noch verbliebenen Zeugnisse (Bilder, Urkunden, Namen von Hirten, Bewohner von Hirtenhäusern, Geschichten ect.) zu sammeln, um sie unserer Nachwelt zu bewahren und in die Heimatgeschichte einzureihen.

Im April 2006 wurde das Ergebnis der Erkundung in einer Ausstellung vorgestellt.

Weitere Infos erhalten Sie von

  • 1. Vorsitzender Hans Krottenthaler, Stelzerhofstr. 29, 94133 Röhrnbach, Tel: 08582/1757

 

Hinweisschilder an Baudenkmälern

Viele alte Gebäude mit bewegter und interessanter Vergangenheit stehen in der Marktgemeinde Röhrnbach, ohne dass bislang viel Notiz davon genommen wurde. Dabei wuchs in der Vergangenheit bei vielen Bürgerinnen und Bürgern das Interesse an der Geschichte der eigenen Heimat. Aber auch die Urlaubsgäste möchten mehr von ihrem Urlaubsort erfahren.

Der Heimatkundliche Arbeitskreis des Kulturvereins Röhrnbach unter Leitung von Otto Gaisbauer hat sich deshalb der Aufgabe angenommen, an ausgewählten Baudenkmälern Informationstafeln anzubringen, um über deren Geschichte kurz zu informieren. Bei allen angesprochenen Objektbesitzern stieß die Initiative des Kulturvereins auf großes Interesse und Entgegenkommen. So wurden mittlerweile an 17 Objekten Tafeln angebracht wie zum Beispiel an Bürgerhäusern im Markt, den Kirchen in Röhrnbach und Kumreut, der Nebenkirche in Oberndorf, der Herz-Jesu-Kapelle oder wie zuletzt der Burg Kaltenstein.

Die Anschaffungskosten für die Tafeln wurden von den Hausbesitzern übernommen oder gespendet. Die klassisch-modern gestalteten Gravurtafeln aus Edelstahl auf rotem Acrylglas wurden in Zusammenarbeit mit der Firma Copy & Light in Freyung entworfen und gefertigt. Große Unterstützung erhielt der Verein vor allem von der Firma Karl Bachl in Deching, wo neben finanzieller Unterstützung auch das Anbringen der Tafeln sowie etliche Schilderkosten übernommen wurden. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen.

Bürgermeister Josef Gutsmiedl bedankte sich bei Johann Krottenthaler für das Engagement des Heimatkundlichen Arbeitskreises und gratulierte zur gelungenen Realisierung. Hausbesitzer, die ebenfalls Interesse an einer Tafel haben, können sich an den Kulturverein Röhrnbach wenden. Voraussetzung ist, dass es sich um ein eingetragenes Baudenkmal oder sonst bau-/geschichtlich interessanten Gebäude handelt und die Tafel außen am Objekt angebracht werden kann.

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